Idiotentest Fragen: Das wirst du gefragt
Welche Idiotentest Fragen kommen dran? Das ist eine der häufigsten Suchen vor der MPU. Die ehrliche Antwort: Einen offiziellen Fragenkatalog gibt es nicht, und Listen mit fertigen Antworten schaden eher, als dass sie helfen. Es gibt aber typische Fragen, die fast immer vorkommen, weil sie sich aus den offiziellen Beurteilungskriterien ergeben.
Hier erfährst du, wie das psychologische Gespräch aufgebaut ist, welche Fragen die BASt selbst nennt, was hinter ihnen steckt und wie du deine eigene, stimmige Antwort findest.
- Einen offiziellen MPU-Fragenkatalog gibt es nicht.
- Die BASt nennt in ihrer MPU-Broschüre typische Grundfragen, etwa: Was haben Sie genau falsch gemacht, und warum?
- Das psychologische Gespräch dauert meist 45 bis 60 Minuten und orientiert sich an den Beurteilungskriterien.
- Widersprüche zur Akte oder zu Messwerten sind ein eigener Grund für ein negatives Gutachten.
- Auswendig gelernte Antworten fallen bei Nachfragen meist schnell auf.
Welche Fragen beim Idiotentest gestellt werden
Die BASt listet in ihrer Broschüre „Informationen zur MPU“ Grundfragen, die für alle Anlässe gelten:
- Was haben Sie genau falsch gemacht?
- Warum haben Sie es so und nicht anders gemacht?
- Wann und warum haben Sie entschieden, Ihr Verhalten zu ändern?
- Wie haben Sie die Änderung umgesetzt und durchgesetzt?
- Was hat sich dadurch bei Ihnen verändert?
- Wodurch stellen Sie sicher, dass es nicht wieder zu den früheren Fehlern kommt?
Dazu kommen anlassbezogene Fragen. Bei Alkohol: Ab wann wurde zu viel getrunken? Wie viel jeweils, wie viel maximal? Wie oft kam es zu Höchstmengen? Warum so viel? Bei Drogen: Ab wann welche Drogen, wie oft, gab es Mischkonsum mit Alkohol, warum Beginn und Steigerung? Bei Punkten: Warum kam es ab einem bestimmten Zeitpunkt zu Auffälligkeiten, und welche Vorsätze gab es zwischendurch?
So ist das psychologische Gespräch aufgebaut
Das Gespräch ist teilstrukturiert. Der Gutachter hat einen roten Faden, reagiert aber auf deine Antworten. Grob lassen sich vier Phasen unterscheiden:
- Einstieg und Lebenslauf: Beruf, Familie, Freizeit, Gesundheit.
- Vorgeschichte und Delikt: Wie hat sich dein Konsum oder Fahrverhalten entwickelt, was ist am Tattag passiert?
- Veränderung: Was hast du seitdem verändert, seit wann, warum, wie?
- Zukunft: Welche Risikosituationen erwartest du, und wie gehst du damit um?
Der Gutachter vergleicht deine Aussagen mit dem Fragebogen, den du am Morgen ausgefüllt hast, und mit der Akte. Nach der BASt-Richtlinie darf dir die Stelle die Mitschrift während der Untersuchung zum Gegenlesen zeigen. Frag danach. Auf Wunsch kannst du eine Tonaufzeichnung verlangen.
Mach den kostenlosen MPU-Check: 9 Fragen, 2 Minuten, dein persönlicher Fahrplan mit Nachweisen, Zeitplan und größtem Risiko.
MPU-Check startenBeispielfragen und was dahinter steckt
| Frage | Was der Gutachter prüft |
|---|---|
| Wie viel hast du am Tattag getrunken? | Passt die Menge rechnerisch zum gemessenen Promillewert? |
| Wie hast du dich mit diesem Wert gefühlt? | Hinweise auf Gewöhnung an Alkohol |
| Wozu hast du getrunken oder konsumiert? | Konsummotive, etwa Stress, Entspannung, Gruppe |
| Wer hat dich früher auf deinen Konsum angesprochen? | Problembewusstsein und Kritik von außen |
| Seit wann trinkst du nicht mehr, und warum? | Stabilität und innere Begründung der Veränderung |
| Was ist schwer daran? | Realistische Sicht statt „alles easy“ |
| Was machst du, wenn du auf einer Feier angeboten bekommst? | Konkrete Strategie für Risikosituationen |
| Gab es Ausrutscher? | Ehrlichkeit und Umgang mit Rückfällen |
Bei Cannabis kommen seit den neuen Beurteilungskriterien Fragen zu Wartezeiten, Edibles, dem Grenzwert von 3,5 ng/ml und deiner Mobilitätsplanung dazu.
Antworten, die Gutachter misstrauisch machen
- Unrealistische Trinkmengen: „Drei Bier“ bei 1,9 Promille passt rechnerisch nicht.
- Floskeln: „Ich habe daraus gelernt“ ohne Beispiel.
- Äußere Gründe: „Ich hatte Pech mit der Kontrolle.“ Die Leitlinien nennen die Pechvogel-Haltung ausdrücklich.
- Nur Führerschein-Motivation: „Ich trinke nicht, weil ich den Führerschein brauche.“ Das reicht meist nicht als innere Begründung.
- Perfekte Sätze: Wer wie ein Lehrbuch klingt, wird nachgefragt, bis der Text bricht.
- Widersprüche: Andere Zahlen als im Fragebogen oder in der Akte.

Was wirklich gefragt wird, was der Gutachter prüft und wie du deine Antwort aufbaust. 32 Seiten als PDF.
So findest du deine eigene, stimmige Antwort
- Akte lesen: Promillewert, Uhrzeit, Ort, frühere Einträge.
- Zeitleiste schreiben: Wann hast du angefangen, wann gesteigert, was war in deinem Leben los?
- Rechnen: Wie viel musst du getrunken haben, um den gemessenen Wert zu erreichen?
- Motive benennen: Was hat dir Alkohol, Cannabis oder Rasen gegeben?
- Veränderung belegen: Was machst du heute konkret anders, seit wann, mit welchen Schwierigkeiten?
- Risikoplan: Drei bis fünf konkrete Situationen mit deiner Strategie.
Deine Antwort muss nicht perfekt formuliert sein. Sie muss ehrlich, nachvollziehbar und zur Akte passend sein.
Übung: Fragen laut beantworten
Viele wissen im Kopf, was sie sagen wollen, und verlieren im Gespräch den Faden. Deshalb: Beantworte die sechs BASt-Grundfragen laut, am besten mit Aufnahme. Hör dir die Aufnahme an und frag dich: Würde ich mir das glauben? Wo weiche ich aus?
Noch besser ist ein Probegespräch mit einer Fachperson, die nachfragt wie ein Gutachter. Die Begutachtungsstellen selbst dürfen das nicht anbieten. Der kostenlose MPU-Check von MPU-Weg zeigt dir, bei welchen Themen du noch unsicher bist.
Häufige Fragen
Welche Fragen beim Idiotentest?
Es gibt keinen festen Katalog. Typisch sind die BASt-Grundfragen: Was hast du falsch gemacht, warum, wann und warum hast du dich geändert, wie, was ist anders und wie verhinderst du einen Rückfall. Dazu kommen Fragen zu deinem konkreten Anlass.
Was wird beim Idiotentest gefragt?
Im Gespräch geht es um deine Vorgeschichte, das Delikt, deine Motive, die Veränderung seitdem und deine Strategien für die Zukunft. Bei Alkohol und Drogen fragen Gutachter genau nach Mengen, Häufigkeit und Entwicklung.
Wie lange dauert die MPU?
Die gesamte Untersuchung dauert meist drei bis vier Stunden. Das psychologische Gespräch allein oft 45 bis 60 Minuten.
Was kostet die MPU insgesamt?
Die Gebühr der Begutachtungsstelle liegt meist bei etwa 400 bis 800 Euro. Dazu kommen je nach Anlass Abstinenznachweise und Vorbereitung.
MPU-Weg bereitet dich in sechs Stufen vor, mit Gutachter-Simulation, App und Community. 690 € einmalig, mit Bestehens-Garantie, keine Testphase.
Programm ansehenBASt: Informationen zur MPU (Broschüre, 14. Auflage)
BASt: Verkehrspsychologische MPU-Vorbereitung
DGVP: Beurteilungskriterien, 5. Auflage
AVUS: Ablauf der MPU
ADAC: Ablauf der MPU
BASt: Begutachtung der Fahreignung 2025 (Juli 2026)